Framer hat die CMS-Tabellenansicht überarbeitet. Das Ziel: weniger Klicks, schnellere Bearbeitung, bessere Übersicht bei großen Collections.

Die wichtigste Änderung ist Inline-Editing über alle Zellen. Texte, Statusfelder, Toggles, Referenzen, Bilder, Icons und Farben lassen sich jetzt direkt in der Tabelle ändern – ohne jedes Item einzeln öffnen zu müssen. Dazu kommen Multi-Cell-Selection und Bulk-Aktionen zum gleichzeitigen Bearbeiten mehrerer Einträge, anpassbare Spaltenbreiten und -reihenfolge, eingebaute Filter (kombinierbar mit der Suche) und Ordner für Collections, um bei vielen Collections den Überblick zu behalten.

Die Feldverwaltung wurde in ein eigenes Panel verschoben, und die Keyboard-Navigation wurde von Grund auf neu gebaut – die Tabelle lässt sich jetzt durchgängig mit Tab, Enter und Pfeiltasten bedienen.

Außerdem behoben: langsame Bulk-Edits, Inkonsistenzen bei Medienfeldern und zu langsames Entfernen von verwendeten Feldern. Im Nachgang hat Framer auch die CMS-Plugins wieder eingebunden, die beim Redesign vorübergehend verloren gegangen waren, und den fehlerhaften Save-Button im Item-Overlay repariert.

Screenshot des neuen CMS-Interfaces

Das neue CMS-Interface

Insgesamt ist CMS 3.0 kein Feature-Update, sondern ein Interface-Redesign. Aber eines, das die tägliche Arbeit mit dem CMS deutlich angenehmer macht, besonders bei Collections mit vielen Einträgen. Andererseits beklagen sich einige User über eine schlechtere Übersicht im Bearbeitungsfenster eines Items.

Zum Übersichtsvideo des neuen Interfacesᶠ

Neuer Shader-Typ: Logo Shaders nehmen ein hochgeladenes SVG oder PNG (typischerweise ein Logo) und animieren es mit Effekten wie Gradient oder Glass. Zusätzliche Optionen wie Contour, Dispersion und Bevel erzeugen einen pseudo-3D-Eindruck. Gedacht vor allem für Teaser-Seiten und Produktlaunches.

Der April reiht sich in ein Muster ein, das sich über die letzten Monate abzeichnet. Framer investiert auffällig stark ins CMS: Filter-Möglichkeiten, Empty State und CMS-Komponenten und Beta-API (Februar), Auto Translate für CMS-Inhalte (März), jetzt CMS 3.0 mit der überarbeiteten Tabellenansicht. Parallel dazu setzen Framers AI-Funktionen (KI-generierte Layouts, automatische Übersetzungen, SEO-Metadaten aus CMS-Variablen) alle ein leistungsfähiges CMS voraus.

Framer CMS-Icon. Bild: Framer

Das deutet auf eine strategische Richtung hin: Je mehr Websites mit AI generiert werden, desto wichtiger wird ein gutes CMS. AI kann mittlerweile starke Webseiten erstellen, ein gutes Content Management System für die Inhaltspflege stärkt Framer daher strategisch. Framer baut damit vermutlich die Infrastruktur für eine Zukunft, in der die initiale Website-Erstellung stärker automatisiert wird und der Wert zunehmend in der Content-Verwaltung liegt.

Gleichzeitig ist das CMS traditionell einer der Bereiche, in dem Framer gegenüber Webflow und dedizierten Headless-CMS-Lösungen Nachholbedarf hat. Mit den Updates der letzten Monate schließt Framer zumindest die Lücke bei der täglichen Bedienung, auch wenn strukturelle Limits bei den verschiedenen Abo-Modellen weiterhin bestehen.

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Framer April-Updates — Ein ruhiger Update-Monat

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Autor: so geht UI