

Framer ist ein Website-Builder, der echte Designfreiheit mit integrierten Profi-Funktionen verbindet — ohne klassisches Coding. Hier erfährst du alles Wichtige: Was Framer kann, für wen es geeignet ist und was es kostet.
Framer ist ein Website-Builder, mit dem du professionelle, leistungsstarke Websites vollständig ohne Programmierkenntnisse entwirfst, veröffentlichst und verwaltest. Kein separates Hosting-Tool, kein CMS daneben, keine Entwickler-Übergabe. Alles passiert an einem Ort.
Was Framer von klassischen Baukästen unterscheidet: Du arbeitest auf einem freien Design-Canvas, ähnlich wie in Figma, statt dich durch starre Template-Raster zu kämpfen. Layouts, Animationen, Interaktionen baust du visuell und direkt. Framer wandelt das automatisch in sauberen, produktionsreifen Code um.
Framer wurde 2014 in Amsterdam von Koen Bok und Jorn van Dijk gegründet, denselben Gründern, die zuvor ihr Unternehmen Sofa an Facebook verkauft hatten. Die erste Version von Framer war ein Hochfrequenz-Prototyping-Tool für Designer, vergleichbar mit Figma. Bis 2021 zeigte sich: Der Markt bewegte sich in Richtung einfacherer, produktionsnaher Tools.
Der Pivot zum Website-Builder folgte im Mai 2022 mit einem klaren Fokus: Designs direkt aus dem Tool heraus live schalten, ohne Übergabe an ein Entwicklungsteam. Der Ansatz traf einen Nerv. Heute nutzen Unternehmen wie Scale AI, Perplexity, Miro und Bilt ihre gesamte Website auf Framer, und 40 % des Y-Combinator-Jahrgangs 2024 haben ihre Launch-Website mit Framer gebaut.
Das zeigt sich auch in den Zahlen: Framer hat zuletzt eine Series-D-Finanzierungsrunde über 100 Mio. $ bei einer Bewertung von 2 Mrd. $ abgeschlossen, geführt von Meritech und Atomico. Die Plattform zählt heute über 500.000 monatlich aktive Nutzer und betreibt hunderttausende aktive Websites weltweit.
Framer ist mehr als ein Baukasten. Die Plattform kombiniert Design-Werkzeuge mit allem, was eine professionelle Website langfristig braucht:
Design & Editor
Der visuelle Canvas-Editor erlaubt freie Layouts ohne Template-Zwänge. Frames, Stacks, Breakpoints und Components ermöglichen responsives Design für Desktop, Tablet und Mobile, alles im selben Interface. Animationen und Interaktionen sind direkt im Tool umsetzbar, ohne separate Code-Arbeit.
Content Management (CMS) für dynamische Inhalte
Framer hat ein integriertes CMS für Blogartikel, Portfolio-Einträge, Produkt-Seiten und mehr. Neu seit Anfang 2026: On-Page Editing — Texte, Bilder und sogar neue Seiten lassen sich direkt im Browser bearbeiten, ohne den Editor zu öffnen. Das ist besonders für Marketing-Teams relevant, die Inhalte laufend aktualisieren.

Screenshot des CMS-Interfaces in Framer
KI-Features
Framer generiert aus einem Text-Prompt Seiten-Layouts und Komponenten mit speziellen Funktionen. Das verkürzt den Weg vom leeren Canvas zur fertigen Seite deutlich.
Analytics, A/B-Tests, SEO
Integrierte Analyse-Funktionen, A/B-Tests und SEO-Einstellungen sind in höheren Plänen direkt in Framer verfügbar, ohne externe Tools.
Was Framer nicht kann, kannst du über Plugins und Custom Code lösen: Bspw. nativen E-Commerce gibt es in Framer nicht. Wer einen integrierten Shop braucht, kann hier Integrationen wie bspw. Shopify nutzen.
Framer ist nicht nur ein Tool, es entwickelt sich mehr und mehr zu einem Ökosystem aus Creatorn, Entwicklern und Nutzern, die das Produkt mitgestalten.
Marketplace & Creator-Programm
Im sog. Framer Marketplaceᶠ findest du Vorlagen, Plugins, Komponenten und Vektor-Sets: Alles veröffentlicht von der Community.
Fast wöchentliche Updates
Framer released laufend neue Features, nicht nur quartalsweise, sondern wirklich regelmäßig. Viele davon entstehen direkt aus Anfragen und Diskussionen im Framer Community-Forumᶠ. Was dort oft und laut gefordert wird, landet erfahrungsgemäß früher im Changelog. Das macht framer.community zu einem echten Mitgestaltungs-Ort und sorgt dafür, dass Framer als Web-Builder immer up-to-date bleibt. Alle neuesten Updates findest du hier: Offizielle Update-Seiteᶠ
Framer richtet sich an Designer, Entwickler und Einsteiger mit Lernbereitschaft, die hochwertige Websites entwerfen, direkt veröffentlichen und langfristig pflegen möchten.
Framer passt besonders gut, wenn du:
individuelle, markenprägende Websites bauen willst statt Standard-Templates
als Designer oder Freelancer direkt vom Design bis zur Live-Seite arbeiten möchtest
ein Marketing-Team führst, das schnell iterieren und Inhalte selbst pflegen will
Animationen und Interaktionen brauchst, die echte Design-Qualität haben
Framer ist weniger geeignet, wenn du:
einen komplexen Online-Shop mit eigenem Checkout brauchst
eine sehr einfache, schnell aufgesetzte 1-Seiter-Seite ohne Lernaufwand suchst
auf komplexe Backend-Systeme und Datenbank-Integrationen angewiesen bist
Wichtig zu wissen: Framer ist nicht so komplex wie Webflow, aber auch nicht so einsteigerfreundlich wie Wix oder Squarespace. Der Canvas-Editor fühlt sich intuitiv an, wenn du Figma kennst. Als absoluter Einsteiger ohne Design-Hintergrund brauchst du etwas Zeit, bis du dich zurechtfindest. Der Aufwand lohnt sich, aber er ist real.
Ein gutes Zeichen: FramerVerstehen.de selbst ist komplett in Framer gebaut! Du siehst also direkt, was mit dem Tool möglich ist.
Framer vs. Wix & Squarespace
Wix und Squarespace sind für einfache Einsteiger-Sites gemacht: schnell, template-basiert, wenig Lernaufwand. Framer bietet stattdessen volle Design-Kontrolle und echte Flexibilität, dafür ist die Einarbeitung etwas tiefer. Wer professionelle, markenprägende Websites braucht, stößt bei Wix und Squarespace schnell an gestalterische Grenzen.
Framer vs. Webflow
Webflow ist ein sehr mächtiges Tool mit tiefer HTML/CSS-Logik, es denkt wie klassische Webentwicklung, nur visuell. Framer denkt eher wie Figma: Design-first, direkter Publikations-Flow, schnelles Iterieren. Für Designer und Marketing-Teams ist Framer in der Regel zugänglicher. Für sehr komplexe Web-Apps mit tiefer Backend-Logik ist Webflow stärker, erfordert aber eine sehr lange Einarbeitung.
Framer vs. Lovable, Cursor und andere KI-Builder
Tools wie Lovable oder Cursor generieren Code aus Text-Prompts: Du beschreibst, was du willst, und das Tool schreibt HTML, CSS und JavaScript dafür. Das klingt einfach, hat aber einen Haken: Du arbeitest mit generiertem Code, nicht mit einem visuellen Interface. Jede Anpassung, jedes Layout-Detail, jede Iteration passiert über Prompts statt über direkte Kontrolle. Für experimentelle Projekte kann das funktionieren, für professionelle, markengetreue Websites mit laufenden Inhalts-Updates ist das in der Praxis umständlich. Außerdem bietet Framer von Haus aus unter Anderem starke SEO-Funktionen, ein robustes CMS-System und ein Content Delivery Network.
Framer kombiniert das Beste aus beiden Welten: KI für schnelle Entwürfe und Layouts, und dann ein vollständiges visuelles Interface für alle Feinheiten, Inhalte und Iterationen. Du bist nicht auf KI-Output angewiesen, um Änderungen vorzunehmen.
Framer kann vollständig kostenlos genutzt werden, mit einer Einschränkung: Auf dem Free Plan wird deine Website auf einer Framer-Subdomain (deinname.framer.website) veröffentlicht und zeigt ein "Made in Framer"-Badge. Für private Projekte, Portfolio-Experimente oder zum Kennenlernen ist das völlig ausreichend.
Sobald du eine eigene Domain und ein professionelleres Auftreten brauchst, wird ein Bezahlplan nötig. Die Pläne (jährliche Abrechnung):
Free — kostenlos, Framer-Subdomain, Framer-Badge
Basic — 10 €/Monat: eigene Domain, 30 Seiten, 1 CMS Collection
Pro — 30 €/Monat: Staging, mehr Seiten, mehr CMS Collections, erweiterte Funktionen
Scale — 100 €/Monat (nur jährlich): für große Teams, A/B-Tests, Advanced Hosting
Monatliche Abrechnung ist bei Basic und Pro möglich, kostet aber mehr: Basic 15 €, Pro 45 €/Monat. Eine ausführliche Übersicht aller Pläne und Kosten findest du in diesem Artikel:
Alle aktuellen Preise sind auf der Framer Pricing-Pageᶠ einsehbar.
Außerdem gibt es einige Möglichkeiten, mit Framer zu sparen. Alle Infos zu Rabatten, Sparmöglichkeiten oder Programmen wie dem kostenlosen Studentenprogramm findest du hier:
Der Einstieg ist einfach und vor allem kostenlos:
Account erstellen: Gehe auf Framerᶠ und registriere dich kostenlos. Keine Kreditkarte nötig, kein Probeabo oder Ähnliches.
Projekt starten: Wähle ein Template aus dem Framer-Marketplace oder starte auf einem leeren Canvas.
Erkunden: Teste den Editor, bau erste Layouts, mach dich mit Frames und dem rechten Properties-Panel vertraut.
Veröffentlichen: Auf dem Free Plan kannst du sofort live gehen, auf einer Framer-Subdomain, ohne Kosten.
Alles danach, Responsivität, CMS, Components, Breakpoints, lernst du Schritt für Schritt.
Empfehlung
Wenn du direkt tiefer einsteigen willst: In diesem Grundlagen-Tutorial erklären wir die wichtigsten Konzepte interaktiv und auf Deutsch.
Framer Grundlagen
Autor: so geht UI




